Jede Einsatzbesatzung besteht aus mindestens zwei Rettungskräften, darunter mindestens eine diplomierte Fachperson, sowie aus dem Fahrer.
Der Spezialdienst für dringende Einsätze wird in der Regel durch einen Arzt oder durch einen spezialisierten Rettungssanitäter gewährleistet.
Einige diplomierte Rettungssanitäter übernehmen zudem in der Funktion des Regionalen Einsatzleiters turnusmässig einen Pikettdienst im Bereitschaftsdienst.
Das Personal arbeitet in der Regel nach unterschiedlichen Schichtmodellen: 8- oder 12-Stunden-Schichten für die Fachpersonen und 4-, 8- oder 12-Stunden-Schichten für die Freiwilligen. Die Schichten werden monatlich geplant und ausgewogen verteilt, entsprechend dem Bedarf zur Abdeckung der verschiedenen Zeitfenster (Nacht, Morgen, Nachmittag usw.).

Es handelt sich um eine Sammlung von Algorithmen und Einsatzprotokollen für die häufigsten Notfallsituationen.
Die Protokolle sind verbindlich und müssen daher genau befolgt werden. Sie legen die Prioritäten der Intervention sowie die Bedingungen für die Anwendung der Techniken fest und ermöglichen so eine optimale und einheitliche Betreuung der Patienten im gesamten Kantonsgebiet.
Die Anwendung der Protokolle umfasst Techniken und Einsatzmassnahmen, die je nach beruflicher Funktion einer ärztlichen Delegation unterliegen:
Es handelt sich um Techniken, die während der Ausbildung erlernt und regelmässig trainiert werden. Die grundlegenden ärztlichen Delegationen sind auf kantonaler Ebene vereinheitlicht, auf Vorschlag der medizinischen Kommission der FCTSA, und werden den Rettungssanitätern von den medizinischen Leitern der einzelnen Dienste nach jährlicher Überprüfung der Kompetenzen erteilt.
Sie ermöglichen es den Rettungskräften, in der täglichen Praxis ausreichend selbstständig bei den Patienten zu intervenieren. Dies bedeutet nicht, dass spezialisierte Rettungssanitäter oder Ärzte nicht mehr eingreifen müssen, sondern dass ihr Einsatz dort erfolgt, wo er für eine korrekte Patientenversorgung unerlässlich ist, wodurch die verfügbaren Ressourcen effizienter eingesetzt werden können.
Der Notarztdienst wurde als Unterstützung für die professionellen Rettungskräfte und vor allem für den Patienten in dringenden Fällen eingeführt, in denen der klinische Zustand oder die Situation nicht allein mit den Kompetenzen der diplomierten Rettungssanitäter bewältigt werden kann. In solchen Situationen kann der Patient bereits am Einsatzort von einer erweiterten medizinischen Therapie profitieren. In den letzten Jahren, mit der Einführung der Funktion des Ärztlichen Direktors und der Verbesserung der Organisation des Notarztdienstes, werden die Spezialisten, insbesondere die Ärzte, auch in einer Reihe weiterer operativer Situationen eingesetzt.
Dank des speziell für den Notarztdienst vorgesehenen Fahrzeugs ist der Arzt oder Spezialist nicht an einen einzelnen Einsatz gebunden, wie dies der Fall wäre, wenn er direkt an Bord einer Ambulanz arbeiten würde. Dadurch kann er sich flexibler im Einsatzgebiet bewegen und selbstständig von einem Einsatz zum nächsten wechseln.
Zur Unterstützung des Personals wurde zudem die Funktion des Senior-Arztes eingeführt (Notarzt mit langjähriger Erfahrung), der rund um die Uhr für Konsultationen, spezifische Delegationen oder für einen direkten Einsatz zur Unterstützung der Einsatzbesatzung erreichbar ist.
Seit 2003 wurde zur Verbesserung des Dienstes für die Bevölkerung in den abgelegeneren Gebieten unseres Einsatzgebiets eine Zusammenarbeit mit externen Ärzten aufgebaut, die über ein ausgerüstetes Prioritätsfahrzeug verfügen und schnell vor Ort eingreifen können, oft noch vor dem Eintreffen der Ambulanz. Derzeit arbeiten mit SALVA die Ärzte Dr. G. Mossi und A. Guglielmetti aus Maggia, Dr. L. Balestra für die obere Vallemaggia und Dr. B. Savary im Onsernonetal zusammen.

SALVA verfügt rund um die Uhr über eine Führungsfunktion: den Regionalen Einsatzleiter (REL).
Ursprünglich als Führungselement innerhalb des Dispositivs für Grossereignisse (DIM) der FCTSA eingeführt, ist der REL dafür ausgebildet, sowohl Grossereignisse als auch besondere Situationen im Zusammenhang mit der Einsatzführung und der Koordination des Personals zu bewältigen.
Seine Aufgabe besteht insbesondere darin, auf komplexe, unerwartete oder organisatorische Problemstellungen zu reagieren sowie auf Situationen, die eine besondere operative Verantwortung mit sich bringen. Dadurch wird das im Einsatz stehende Personal in seiner Entscheidungsbelastung entlastet. Die Führungskraft verfügt über ein Kommandofahrzeug mit Prioritätssignalen, das es ihm ermöglicht, bei Bedarf rasch einzugreifen.
Es ist zudem hervorzuheben, dass sowohl der Notarztdienst (SSU) als auch der REL im Pikettdienst eine wichtige Ressource darstellen, insbesondere in Zeiten mit erhöhter Einsatzbelastung. In solchen Situationen können sie auch als First Responder eingreifen und dem Patienten erste Hilfe leisten, bis eine Ambulanz verfügbar ist.
Der "Telesoccorso" ist ein Alarmsystem, das alleinlebenden Personen oder Menschen mit besonderen Bedürfnissen ermöglicht, mit grösserer Sicherheit ein selbstständiges Leben zu Hause zu führen, in dem Wissen, dass sie im Notfall auf eine rasche und professionelle Hilfe zählen können.
Der Dienst steht in direktem Kontakt mit der Notrufzentrale 144 und eignet sich, um bei Unwohlsein, Stürzen oder kleineren Unfällen sofort Hilfe anzufordern.
Rund 500 Personen im Einsatzgebiet von SALVA sind an diesen Dienst angeschlossen. Die meisten von ihnen hinterlegen zudem einen Schlüssel ihrer Wohnung bei unserer Organisation, der aufbewahrt wird, um im Bedarfsfall den Zugang zum Patienten zu gewährleisten.
Associazione Ticinese Terza Età
Die ATTE ist in Zusammenarbeit mit der Croce Verde Bellinzona für die Organisation des Telealarmdienstes verantwortlich.