Die Gewährleistung einer qualitativ hochwertigen Versorgung ist eine der Prioritäten, oder besser gesagt das vorrangige Ziel der Gesundheitssysteme. Auch die präklinische Notfallmedizin hat insbesondere in den letzten 15 Jahren in Strategien, Rettungsmittel, medizinische Ausrüstung, Ausbildung und personelle Ressourcen investiert, um dieses Ziel zu erreichen. Die Bürgerinnen und Bürger erhöhen zu Recht ihre Erwartungen und verlangen überzeugend ausgezeichnete Leistungen. Es genügt nicht mehr, dass die Versorgung „ziemlich gut“ ist – sie muss „besser“ sein, und wenn das nicht reicht, wird sie „exzellent“ erwartet. Diese Entwicklung ist für uns Ansporn und Herausforderung zugleich, da sie uns ermöglicht, die Gesundheitsversorgung weiter zu verbessern und zu professionalisieren.
SALVA hat, wie die anderen Ambulanzdienste, die der FCTSA (Federazione Cantonale Ticinese Servizi Ambulanza) angehören, einen strukturierten Weg beschritten, um sich als „Qualitätsanbieter“ zu definieren. Der erste Schritt erfolgte im Jahr 2001, als wir die erste Zertifizierung durch die IAS (Interassociation de Sauvetage) erhielten. Anschliessend haben wir uns im Vierjahresrhythmus den Verfahren zur Erneuerung des Zertifikats unterzogen, zuletzt im Februar 2026.
In den vergangenen Jahren wurde der Bereich Qualitätsförderung geschaffen, um alle Aktivitäten zu steuern und zu koordinieren, die sich positiv auf die betrieblichen Leistungen und die klinische Versorgung auswirken. Seit 2011 hat unser Verein beschlossen, diesen Weg weiterzuentwickeln und Aktivitäten des Clinical Governance einzuführen. Diese moderne Strategie stellt den Patienten auf sinnvolle, konkrete und entschlossene Weise in den Mittelpunkt der Betreuung und der Aufmerksamkeit der Behandelnden. Sie fördert die kontinuierliche Verbesserung der Versorgung, indem sie die Anstrengungen der Organisation und der Mitarbeitenden stärker auf klinische Aspekte ausrichtet. Sie stärkt die Verantwortung der Mitarbeitenden, fördert die Kommunikation innerhalb und ausserhalb der Organisation und ermutigt die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an der Bewertung der Versorgung.
Clinical Governance erfordert ein Arbeiten im Sinne der „evidenzbasierten Medizin“. Mit anderen Worten bedeutet dies, Therapien, Techniken und Behandlungsverfahren anzuwenden, deren wissenschaftliche Wirksamkeit nachgewiesen ist, um Effektivität (die Dinge richtig tun), Effizienz (sie nicht nur richtig, sondern auch wirtschaftlich tun), Angemessenheit, Sicherheit und Fairness zu gewährleisten. Sie fördert die Weiterbildung des Personals, die Durchführung klinischer Audits, die Einhaltung validierter Leitlinien, die Durchführung klinischer Studien sowie den angemessenen Einsatz medizinischer Technologien. Nicht zuletzt betont sie den sogenannten klinischen Risikobegriff, das heisst die Verankerung einer Kultur, nach der man in der Medizin aus Fehlern lernen muss.
Das Qualitätsmanagement im Dienst wird durch das Projektmanagement gewährleistet, das nach einer methodischen Vorgehensweise des PMI (Project Management Institute) durchgeführt wird. In den letzten Jahren wurde zudem das Konzept des prozessorientierten Arbeitens eingeführt, das aus der Philosophie der EFQM (European Foundation for Quality Management) abgeleitet ist.
SALVA bekennt sich klar zu Strategien, die den Vergleich fördern (Benchmarking im Gesundheitswesen), und arbeitet mit der FCTSA, den Ambulanzdiensten, den Spitälern, den Kliniken sowie den Rettungspartnern zusammen, um den Bedürfnissen der Menschen, die täglich unsere Hilfe in Anspruch nehmen, bestmöglich gerecht zu werden.
SALVA ist ein vom Interverband für Rettungswesen (IVR) anerkannter und zertifizierter Dienst.
Der IVR ist die schweizerische Dachorganisation der Institutionen, die im professionellen Rettungswesen tätig sind. Auf der Grundlage seiner Statuten verfolgt er folgende Ziele:
Im Auftrag der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren erbringt der IVR für die Ambulanzdienste folgende Leistungen:
Offizielle Website des Interverbands für Rettungswesen: